Kontrollfrage 5, 6, 7: Internet der Dinge

5. Wie liesse sich das Internet der Dinge in die Phasn der betrieblichen Informationsverarbeitung einordnen? 6. Zeichen sie das Wesen des Internet der Dinge an einem Beispiel nach und führen sie zentrale Chancen bzw. Gefahren auf. 7. Sehen Sie einen Zusammehang zwischen dem Internet der Dinge und  der Transaktionstheorie?

Die Verbindung zwischen Internet und realer Welt funktioniert heute immer noch- genauso wie in der Steinzeit des Computing -  durch manuelle Eingabe von Information durch den Mensch. Beispiel: Wenn im Internet eine Meldung über eine verspätetet Lieferung abrufbar sein soll, muss ein Mensch diese Meldung zuerst eintippen. Dieser Medienbruch soll mit dem Inernet der Dinge überwunden werden: Das Internet der Dinge soll Dinge aus der realen Welt automatisch in das Internet integrieren. Um das obige Beispiel der verspäteten Lieferung nochmals aufzugreifen: Das Palett hat einen Chip eingebaut, der selbst erkennt, wenn das Palett zu vordefinierter Zeit nicht an einem vordefinierten Ort ist (also verspätet ist) und selbst die Information auf das Inernet stellt, die Lieferung sei verspätet. Das Palett (das Ding an sich) kommuniziert also, es ist kein Mensch mehr nötig im Informationsprozess.

Diese Kommunikation wäre in der betrieblichen Informationsverarbeitung eine wahre Revolution, weil es der Integration von Informationssystemen (Vorlesung Informationstechnologie und -systeme, S. 347) und der Semantischen Ingetration (S. 371) bedeutend näher kommt! Die grosse Chance dabei ist, das einerseits Medienbrüche und damit die Fehlerquelle Mensch eliminiert werden, andererseits die „Klarheit“, wie ein Computersystem die Welt erkennt, entscheidend verbessert wird (S.465 – 469). Beispiel: Eine Lieferung von verderblichen Früchten kann selbst dem zentralen System kommunizieren, wenn die Früchte zu starker Erschütterung oder zu hohen Temperaturschwankungen ausgeliefert sind. Das zentrale Informationssystem weiss dann um diese Tatsache und kann Gegenmassnahmen einleiten (beispielsweise durch Information des Menschen oder durch autmatische Regulierung der Kühlanlage der gelieferten Früchte). Das Informationssystem erkennt damit mehr Facetten und Einzelheiten der realen Welt, es „versteht“ die reale Welt besser und misst sie besser. Die Gefahr dabei ist die gleiche, wie bei jedem Computersystem: Solange es funkioniert, macht es die Welt einfacher, wenn es aber nicht mehr funktioniert, dann weiss erstens niemand wirkich wieso und zweitens sind die Auswirkungen eines Ausfalls umso verheerender, je mehr Aufgaben dem Informationssystem übertragen wurden. Auch Fehlfunktionen mit gravierenden Folgen sind nie auszuschliessen.

Im Zusammenhang mit der Transaktionstheorie kann davon ausgegangen werden, dass die Transaktionskosten durch das Internet der Dinge stark sinken. Kommunizieren Dinge miteinander, so entfällt die teure Arbeitskraft Mensch. Beispiel: Kommuniziert die Lieferung automatisch dem Logistiksystem, dass sie eingegangen ist, dann muss nicht mehr ein Mitarbeiter den Lieferschein manuell in einen Computer eintippen.

~ von mrohner am Mai 30, 2008.

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